Brief an unseren Freunde

Herbst 2013

Liebe Freunde,

Die westlichen Gesell-schaften entfernen sich vom Christentum, die Kirchen werden immer leerer, die Priester werden älter, usw. „Aber Gott hat die Welt besiegt. Und lassen Sie mir dieses Paradoxon: die Christen bleiben sehr effizient. Es könnte sein, dass die Kirche die einzige Institution ist, die nicht der Krise unterliegt. Im Gegensatz zur Bildung, zur Justiz, zum Unternehmen, zur Politik weiß sie, sich zu reformieren. Sie hat sich immer die Wahrheit gesagt, sie war immer arm, basierte auf freiwilligem Dienst und erwartete keinerlei Erfolg in der Welt. Heute wissen die Gläubigen, die noch katholisch sind, warum sie es sind. Ein seltenes Privileg“ (Jean-Luc Marion, Pour vivre humainement, il faut vivre (un peu) divinement [Um menschlich zu leben, muss man (ein wenig) göttlich leben], Le Figaro, 21. August 2013). Man kann dem Philosophen seine metaphysischen Optionen vorwerfen, was der Christ hier jedoch behauptet, ermutigt. Ebenso sagte Kardinal Barbarin, Erzbischof von Lyon, früherer Bischof von Moulins: „Wenn die Barmherzigkeit nicht der Kern unserer christlichen Haltung ist, ist alles leer, sogar verdorben oder vielleicht brutal.“

Am 14. September hat Pater Joseph, der am 24. Juni Priester wurde, seine erste Messe in seiner Ursprungsgemeinde Brünn, in Mähren, zelebriert. Nach der Messe haben mich einige Personen gegrüßt, die ich nicht kannte: „Vielen Dank für Ihre Briefe. Sie verheimlichen Ihre Schwierigkeiten nicht, auch wenn Sie nur selten sagen, um was es geht.“ Ich dachte an die Antwort von jemandem, den ich vor nunmehr dreißig Jahren gebeten hatte, mit die Prüfungen seines Lebens zu erzählen: „Möchte Gott das? Ich müsste von lebenden Personen erzählen. Wie sollte ich es da nicht an Nächstenliebe mangeln lassen?“ Weisheit...

Eine gute Nachricht: So Gott will, wird unser Wirtschaftsgebäude vor Weihnachten fertig gestellt. Es ist dann kommenden Frühling, nach schweren, im ersten Quartal 2014 vorgesehenen Investitionen (ein Elektrogenerator, ein Homogenisierapparat für 300 kg für das Labor, usw.) einsatzbereit. Danach können wirunsereProduktionsmengen erhöhen und eine Preissenkung ins Auge fassen. Wir hoffen, dass Sie diese Geste schätzen und unseren Klosterprodukten weiterhin vertrauen werden.

Unsere durch die dem Gebet und dem Gottesdienst gewidmete Zeit verkürzte Arbeitszeit zwingt uns, hochwertige, handwerklich gefertigte Produkte herzustellen, deren Preise niemals mit denen der industriellen Produkte verglichen werden können. Damit wir diesen Projekten ein Siegel aufdrücken können, wird derzeit von dem Handwerker, der die Statue des heiligen BenoitJosephLabregeschaffen hat, eine Statue des heiligen Josef mit dem zwölfjährigen Kinde Jesu geschaffen. Die Freunde von Sept-Fons werden nächstes Jahr in unserem Mutterhaus eine Nachbildung davon sehen können.

Sie wissen, dass Bruder Lev zum Novizenmeister ernannt wurde. Der Novizenmeister von Sept-Fons antwortet auf jede seiner Bitten um Rat. Wir veröffentlichen einen Auszug aus einem seiner letzten Briefe. Pater André hat Pater Romaric als Subprior ersetzt. Mit Ausnahme des Abtes und des Priorssindnunalle„Offiziere“ des Klosters Tschechen oder Slowaken. Warten wir ab, wie es weitergeht... Pater Romaric hat Sept-Fons im Januar 2006 verlassen, um zu uns zu stoßen. Sein aktiver Charakter war hier willkommen, um Ereignissen jeder Art abzuhelfen. Wenngleich er noch Energie übrig hat, er ist nicht mehr der Jüngste. Die Zukunft vorbereiten heißt, die Verantwortung neuen Kräften übertragen.

Weitere Neuigkeiten? Was soll man über eine Gemeinschaft erzählen, die jeden Morgen um drei Uhr aufsteht, um den Gottesdienst abzuhalten, die liest oder studiert, arbeitet, junge Leute ausbildet, die zu ihr gekommen sind, die dem Gebet ihre beste Zeit widmet, und die nach Komplet, nach einem ausgefüllten Tag, zu Bett geht? Der Verein Český Západ verfolgt seine Tätigkeit zugunsten der Zigeunerfamilien von Dobrá Voda. Dank einer europäischen Subvention werden wir den Sitz des Vereins renovieren können. Ein Freund hat uns geschrieben: „Man sagt, dass Ihre Kirche nicht mehr für Publikum zugänglich ist.“ Noch ein Gerücht! Unsere Kirche steht während der Gottesdienste immer für diejenigen offen, die darin beten möchten. Eine letzte Neuigkeit, eine alltägliche diesmal: eine unserer Husky- Hündinnen hat acht Junge bekommen, um die sich der sonst so ernste Pater Cellerar mit Wonne kümmert, bis sie in Familien kommen, um andere Kinder zu erfreuen.

Diesen November beten wir besonders für Ihre Verstorbenen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Treue. Bald schon können wir Ihnen frohe Weihnachten wünschen.

Bruder M. Samuel, Abt von Nový Dvůr


Zweiter Brief des Novizenmeisters von Sept-Fons an Bruder Lev, Novizenmeister von Novy Dvur


5 Juli 2013
Wenige Wochen vor Weihnachten 2012 
Feier der Kirchweihe von Nový Dvůr am 2. September 2012
Pfingsten 2012
11. Januar 2012
30. September 2011, Namenstag des Heiligen Hieronymus
1. Mai 2011
2. September 2010
Mai 2010
Den 29. Januar 2010
Pfingsten 2009
Fasten 2009
Mai 2008
Den 2. Februar 2008
Den 2. September 2007
Den 5. Juli 2007
2. September 2006
Mariä Verkündigung 2006
2. Februar 2006
September 2005